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Ampel steht wieder auf Grün

Rainer Sturm / pixelio.de

Mittelmark. Auch wenn deutschlandweit die Corona-Infektionszahlen gegenwärtig eher ansteigen, liegt die Inzidenz im Landkreis Potsdam-Mittelmark seit mehreren Tagen endlich wieder unter 100. Somit wurde am Sonntag das Sporttreiben auf Sportanlagen nach zwei Wochen Verbot nun wieder freigegeben. Das bedeutet: Erwachsene und Jugendliche über 14 Jahre dürfen in Gruppen bis zu zehn Personen wieder ohne Kontakt ihren Sport ausüben und Kinder unter 14 Jahren können in Gruppen bis zu 20 Personen sogar ohne Kontaktverbot trainieren. Die Umkleideräume dürfen in der Regel aber nicht genutzt werden.

Die Freigabe für das Training für alle Freiluftsportarten wird von den Sportvereinen rund um die Stadt Brandenburg ganz unterschiedlich angenommen. Schließlich stellt sich die Frage, ob die Inzidenz nicht bald wieder ansteigt und man nach nur wenigen Trainingseinheiten erneut alles dicht machen muss.

Ob die Eigentümer ihre Sportstätten auch wirklich öffnen, ist letztlich ganz ihnen überlassen. Der Landkreis Potsdam-Mittelmark in Person des Landrates hat es getan, aber letztlich nicht alle Ämter und Gemeinden. Und Sporthallen sind von der Sporterlaubnis sowieso ausgenommen. Handballer, Schwimmer oder Tischtennis-Spieler haben somit nicht direkt etwas von dieser Lockerung. „Wir als Kreissportbund haben nichts davon, da unsere Kurse in Sporthallen, im Marienbad in Brandenburg oder im Becken des Lehniner Stiftes stattfinden“, sagt auch KSB-Geschäftsführer Thomas Bottke. Somit müsse man seine Angebote weiterhin über das Internet anbieten.

Ein Sportverein, der frei über seine Sportanlage verfügen kann, ist der SV Roskow. „Seit Dienstag wird auf unserem Platz wieder intensiv trainiert“, verrät der Roskower Nachwuchsleiter Christian Stein. Auch die Männer würden, wie schon die wenigen Tage im März, die Chance nutzen, wieder etwas Sport unter freiem Himmel zu treiben. Doch werde jeden Abend mit bangem Blick der jeweilige Inzidenzwert gecheckt. Drei Tage hintereinander über 100 ziehen automatisch wieder die Notbremse nach sich.

Auch der FC Deetz hat sofort wieder die Tore zum Sportplatz geöffnet. Von den Bambini bis zu den Oldies wird im Waldstadion wieder dem runden Leder hinterhergejagt. Und Dennie Rufflett konnte auch sein Kita-Angebot mit dem FußballKidsClub mittlerweile wieder aufnehmen. So sind hier auch an den Vormittagen wieder Kinder zu beobachten, die sich mit und ohne Ball bewegen. Für das Ostercamp kam der niedrige Inzidenzwert aber zu spät. Genauso für die Camps in Damsdorf und Niemegk oder auch die des Kreissportbundes.

Wie schon vor Ostern hat auch der SV Kloster Lehnin sofort wieder die Tore zum Sportgelände aufgeschlossen. „Alle Großfeldmannschaften nutzen die Plätze in Lehnin und die Kleinfeldmannschaften trainieren wie gewohnt in Damsdorf“, verrät das Lehniner Abteilungsleitungsmitglied Dennie Rietz. Der SV Kloster Lehnin betreibt im Nachwuchs eine Spielgemeinschaft unter anderem mit dem SV Blau-Weiß Damsdorf.

„Wir werden natürlich sofort wieder loslegen“, betont auch Lars Jansen, der Vereinsvorsitzende des SV Ziesar. Schon vor Ostern sei die Trainingsbeteiligung sofort wieder sehr groß gewesen, berichtet der Funktionär. In der ersten Phase des Lockdowns habe man dagegen mit einem Fitnesstrainer zusammengearbeitet, der die Spieler per Videoschalte trainiert habe.

MAZ Marcus Alert

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